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Geschichtliches

800 Jahre Neustädter Geschichte von der ersten Erwähnung bis zur Gebietsreform 1974

Stadtgeschichte

Um  1200                          Die Münze zu Neustadt prägt Wölper Silberpfennige

1302                                 Die Grafschaft Wölpe mit der befestigten Stadt Neustadt a. Rbge. wird an Herzog Otto  von  Braunschweig verkauft.

1390                                 Die Existenz von “Lateinschulen” in Neustadt a. Rbge. wird urkundlich erwähnt.

1495                                 Herzog Erich I. von Calenberg, 1470 auf der Neustädter Rovenburg ge­boren, macht  Neustadt zum Regierungssitz.

1543                        Neustadt am Rübenberge und das Land ringsum ist evangelisch-luthe­risch geworden.

1563                        Die Rovenburg wird durch Feuer zerstört.

1573                        Herzog Erich II. lässt ein neues Residenzschloss, “Landestrost”, in Neu­stadt erbauen.

etwa  1575             Neustadt wird unter Erich II. eine der stärksten Festungen im Land.

1626                       (19. September) Nach 15-tägiger Belagerung ergibt sich die evangeli­sche Garnison dem kaiserlich-katholischen Feldherren Tilly, Teil des Schlosses zerstört, desgleichen der  Turm der Kirche.

1635                       2. Belagerung während des 30-jährigen Krieges (Dauer 3 Monate), Georg von Braunschweig vertreibt die kaiserlichen Besatzungstruppen.

1671                       (16. April) Eine zweite fürchterliche Feuersbrunst (die erste war 1649) legt 66 bewohnte  Anwesen in Schutt und Asche.

1727                       (10. Oktober) Der 3. und größte Stadtbrand. 100 der 108 Wohnhäuser sind zerstört.

1728/29                 Wiederaufbau von Neustadt nach heutigem Grundriss mit breiteren Straßen.

1756                      In den explosionssicheren Gewölben des Erichsberges wird eine Sal­peter-Siederei für die Munitionsherstellung des Landes Braunschweig-Lüneburg eingerichtet.

1847                      (12. Dezember) Der erste Eisenbahnzug hält auf dem Bahnhof Neustadt (Eröffnung der Linie Hannover-Bremen).

1855                      Das Amtsgericht Neustadt wird als ständiger Sitz unabhängiger Rechts­pflege eingerichtet.

1873                      Eines der größten Industrieprojekte des Landes, finanziert aus französi­schen Reparationsgeldern, scheitert an einer Fehlkalkulation. Der Indu­strielle Strousberg hatte  versucht, die Torfschätze des Toten Moores an Stelle von Steinkohle zur Stahlerzeugung  zu verwenden. Viele, haupt­sächlich aus dem Rheinland nach Neustadt gekommene  Arbeiter verlie­ren ihre Existenz. Eine Riesen-Fabrik mit mehr als 10 Schornsteinen wird  wieder abgewrackt.

1885                      Bildung des Landkreises Neustadt. Er umfasst die ehemaligen Ämter Neustadt,  Blumenau, Bokeloh und Teile der Ämter Schloss Ricklingen und Wölpe (Sitz der Kreisverwaltung ist Schloss Landestrost).

1892                      Gründung der Landwirtschaftlichen Winterschule.

1905                      Einrichtung der Rektorschule (heute Orientierungsstufe).

1913                      Kaiser Wilhelm II. wird am Tage der Einweihung des 250 m hohen Eil­veser Funkenturmes in  Neustadt begrüßt.

1920                      Errichtung der ersten geschlossenen Siedlung zwischen Lindenstraße und Wunstorfer Straße.

1929                      Erster moderner Schulneubau: Volksschule Stockhausenstraße.

1947/48                 Als Folge des 2. Weltkrieges sind Tausende von Heimatvertriebenen in die unzerstört gebliebene Stadt geströmt, deren      Einwohnerstand sprunghaft angewachsen ist (damals ca. 7.200).

1959                      Beginn des Baus der Stadtkanalisation

1961                      Die Umgehungsstraße im Zuge der Bundesstraße 6, für mehr als 15 Mio. DM erbaut, wird in Betrieb genommen

1963-1969           Bau von vier neuen Schulen, darunter das Gymnasium

1965                     Einrichtung des Nahschnellverkehrs im Großraum Hannover (ab 1970 Verkehrsverbund mit Einheitsfahrschein für (damals) 60 Pfg.) 

1969                     Bau eines neuen Kreiskrankenhauses mit 400 Betten

1970                     Bau eines Hallenschwimmbades und eines Freizeitheimes (Neue Bürgerhalle)

1974                     Im Zuge der Gebietsreform am 1. März 1974 Zusammenschluss der ehemaligen Kreisstadt mit 33 bis dahin selbständigen Gemeinden in der Größenordnung von 90 bis 2.700 Einwohnern zu  einer sehr viel größe­ren Stadt Neustadt am Rübenberge mit nunmehr 357 qkm Ausdehnung und ca. 40.000 Einwohnern. Neustadt gehört nunmehr zum Landkreis Hannover-Land

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