Geschichtliches
Stadtgeschichte
Um 1200 Die Münze zu Neustadt prägt Wölper Silberpfennige
1302 Die Grafschaft Wölpe mit der befestigten Stadt Neustadt a. Rbge. wird an Herzog Otto von Braunschweig verkauft.
1390 Die Existenz von “Lateinschulen” in Neustadt a. Rbge. wird urkundlich erwähnt.
1495 Herzog Erich I. von Calenberg, 1470 auf der Neustädter Rovenburg geboren, macht Neustadt zum Regierungssitz.
1543 Neustadt am Rübenberge und das Land ringsum ist evangelisch-lutherisch geworden.
1563 Die Rovenburg wird durch Feuer zerstört.
1573 Herzog Erich II. lässt ein neues Residenzschloss, “Landestrost”, in Neustadt erbauen.
etwa 1575 Neustadt wird unter Erich II. eine der stärksten Festungen im Land.
1626 (19. September) Nach 15-tägiger Belagerung ergibt sich die evangelische Garnison dem kaiserlich-katholischen Feldherren Tilly, Teil des Schlosses zerstört, desgleichen der Turm der Kirche.
1635 2. Belagerung während des 30-jährigen Krieges (Dauer 3 Monate), Georg von Braunschweig vertreibt die kaiserlichen Besatzungstruppen.
1671 (16. April) Eine zweite fürchterliche Feuersbrunst (die erste war 1649) legt 66 bewohnte Anwesen in Schutt und Asche.
1727 (10. Oktober) Der 3. und größte Stadtbrand. 100 der 108 Wohnhäuser sind zerstört.
1728/29 Wiederaufbau von Neustadt nach heutigem Grundriss mit breiteren Straßen.
1756 In den explosionssicheren Gewölben des Erichsberges wird eine Salpeter-Siederei für die Munitionsherstellung des Landes Braunschweig-Lüneburg eingerichtet.
1847 (12. Dezember) Der erste Eisenbahnzug hält auf dem Bahnhof Neustadt (Eröffnung der Linie Hannover-Bremen).
1855 Das Amtsgericht Neustadt wird als ständiger Sitz unabhängiger Rechtspflege eingerichtet.
1873 Eines der größten Industrieprojekte des Landes, finanziert aus französischen Reparationsgeldern, scheitert an einer Fehlkalkulation. Der Industrielle Strousberg hatte versucht, die Torfschätze des Toten Moores an Stelle von Steinkohle zur Stahlerzeugung zu verwenden. Viele, hauptsächlich aus dem Rheinland nach Neustadt gekommene Arbeiter verlieren ihre Existenz. Eine Riesen-Fabrik mit mehr als 10 Schornsteinen wird wieder abgewrackt.
1885 Bildung des Landkreises Neustadt. Er umfasst die ehemaligen Ämter Neustadt, Blumenau, Bokeloh und Teile der Ämter Schloss Ricklingen und Wölpe (Sitz der Kreisverwaltung ist Schloss Landestrost).
1892 Gründung der Landwirtschaftlichen Winterschule.
1905 Einrichtung der Rektorschule (heute Orientierungsstufe).
1913 Kaiser Wilhelm II. wird am Tage der Einweihung des 250 m hohen Eilveser Funkenturmes in Neustadt begrüßt.
1920 Errichtung der ersten geschlossenen Siedlung zwischen Lindenstraße und Wunstorfer Straße.
1929 Erster moderner Schulneubau: Volksschule Stockhausenstraße.
1947/48 Als Folge des 2. Weltkrieges sind Tausende von Heimatvertriebenen in die unzerstört gebliebene Stadt geströmt, deren Einwohnerstand sprunghaft angewachsen ist (damals ca. 7.200).
1959 Beginn des Baus der Stadtkanalisation
1961 Die Umgehungsstraße im Zuge der Bundesstraße 6, für mehr als 15 Mio. DM erbaut, wird in Betrieb genommen
1963-1969 Bau von vier neuen Schulen, darunter das Gymnasium
1965 Einrichtung des Nahschnellverkehrs im Großraum Hannover (ab 1970 Verkehrsverbund mit Einheitsfahrschein für (damals) 60 Pfg.)
1969 Bau eines neuen Kreiskrankenhauses mit 400 Betten
1970 Bau eines Hallenschwimmbades und eines Freizeitheimes (Neue Bürgerhalle)
1974 Im Zuge der Gebietsreform am 1. März 1974 Zusammenschluss der ehemaligen Kreisstadt mit 33 bis dahin selbständigen Gemeinden in der Größenordnung von 90 bis 2.700 Einwohnern zu einer sehr viel größeren Stadt Neustadt am Rübenberge mit nunmehr 357 qkm Ausdehnung und ca. 40.000 Einwohnern. Neustadt gehört nunmehr zum Landkreis Hannover-Land
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